Bestellen,
ohne Rückfragen.

Für Velokurierbern habe ich einen digitalen Bestellweg gebaut: Kundinnen und Kunden geben alle nötigen Lieferdaten ein, die Disposition bekommt sie direkt. Nebenbei wurde auch die Website aufgefrischt, im Zentrum stand aber der Auftragsfluss.

Kontext

Der Engpass lag nicht nur im Look, sondern im Bestellprozess.

Vorher liefen Einzelbestellungen vor allem über Telefon oder E-Mail. Die Website wirkte veraltet, aber das eigentliche Problem kam danach: Oft fehlten Infos für Preis, Abholung und Disposition. Dann musste das Team nochmal nachhaken.

Velokurierbern wollte vor allem den Bestellprozess lösen. Nicht einfach ein schöneres Frontend, sondern ein digitaler Weg, bei dem alle Daten von Anfang an vollständig ankommen.

Alte Velokurierbern Website mit Tarifrechner und Sidebar-Navigation Hover zum Ansehen

Aufgabe

Viele Lieferdaten erfassen, ohne die Bestellung schwer zu machen.

Ich sollte einen digitalen Bestellweg bauen, bei dem Kundinnen und Kunden selbst bestellen können. Gleichzeitig soll die Disposition alle Infos haben, ohne nochmal anrufen zu müssen. Pro Lieferung braucht Velokurierbern viele Angaben für Preis, Tempo und Planung. Das Formular darf trotzdem nicht abschrecken. Meine Herausforderung: all diese Felder so führen, dass am Ende wirklich alles da ist.

  • Datum und Abholzeit (von / bis)
  • Lieferzeit (von / bis)
  • Abhol- und Lieferadresse
  • Kontaktperson
  • Wer bezahlt und wie
  • Gewicht und Abmessungen des Pakets
  • Standort des Pakets vor Abholung
Meine Rolle Entwicklung, UX mitgestaltet, eng im Austausch mit dem Kunden.
Stack Laravel, Statamic und Vue.
Zeitraum Ein Jahr, Team à zwei Personen.

Umsetzung

Vom Formular direkt in die Disposition.

Geführtes Formular

Bestellformular in Vue, Schritt für Schritt mit Validierung. So fehlt nichts mehr bei Paket, Zeit, Adressen oder Zahlung.

Dispo-Integration

Laravel-Anbindung an die Dispo-Software. Bestelldaten gehen direkt an die Fahrer, ohne Abtippen aus E-Mails.

Bewusster Scope

Online-Zahlung bewusst weggelassen, aus Budgetgründen. Zahlungsart wird erfasst, abgerechnet wie bisher.

Wirkung

100 digitale Bestellungen in zwei Monaten. Rund 40% der Einzelbestellungen liefen nach Launch über das Formular.

Zahlen zwei Monate nach dem Launch

Man merkt es im Alltag: Bestellungen kommen strukturiert an, die Disposition muss seltener nachfragen. Weniger Telefonate und E-Mails, wo vorher Infos gefehlt haben.

Ergänzung · Website

Die Website wurde poliert, damit der Bestellfluss sichtbar wird.

Parallel dazu habe ich die Website in Statamic aufgefrischt: übersichtlicher, besser auf Mobile, mit klareren Buttons zum Formular. Sie hilft beim Bestellen, ist aber nicht der Kern dieser Case Study.

Preview des finalen Velokurierbern Designs
Bestellung im Fokus Schneller zum Formular, weniger Umwege.
Marke mitpoliert Marke bleibt erkennbar, wirkt online frischer.
Responsive umgesetzt Läuft auf Desktop und Handy.
Frühe Design-Explorationen ansehen
Designentwurf 1: Helles Layout mit Velokurierbern-Logo, Foto-Hero und roten Service-Kacheln
Entwurf 1: Bildstark, klassische Struktur mit Service-Blöcken
Designentwurf 2: Dunkles Layout mit Bern-Karte und Tab-Navigation für Angebote
Entwurf 2: Dark Mode mit Karte und klarer Angebots-Navigation
Designentwurf 3: Helles Layout mit Kurier-Foto, Service-Spalten und Preis-CTA
Entwurf 3: Modern, gradient-basiert mit Fokus auf Bestell-CTA

Learnings

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde.

Erst Branding, dann Bestellprozess

Beides gleichzeitig über ein Jahr war anstrengend, die Themen haben sich ständig in die Quere gelegt. Beim nächsten Mal würde ich zuerst das Branding fertig machen und umsetzen, bevor ich den Bestellprozess angehe.

Früher einen zweiten Dev einbinden

Architektur und Stack alleine zu entscheiden, war an manchen Tagen zäh. Bei ähnlichem Umfang würde ich früher eine zweite Person ins Team holen.